Kinder helfen Kindern

Celine (10 Jahre) und Mike (12 Jahre) sind zwei Kinder aus der Schweiz, die von unserem Schulprojekt erfahren hatten. Beide beschlossen, den Kindern am anderen Ende der Welt zu helfen und ihr Taschengeld nicht auszugeben, sondern komplett hierfür zu sparen. Und das haben sie tatsächlich getan! Als Christine und Heinz, die uns auch in diesem Jahr wieder besuchten, mir dies erzählten, sind mir tatsächlich die Augen ein wenig feucht geworden: Ganz, ganz herzlichen Dank an euch beide, Celine und Mike!

Celine und MikeDie Kinder der SD4 bekamen die von dieser Spende finanzierten Sportgeräte überreicht, haben sich riesig gefreut und Celine und Mike mit einem Applaus sowie einem Lied gedankt.

P1010673_resizeUnd weil die beiden so ein tolles Vorbild sind, haben Eltern und Großeltern die Spende erhöht. Familie Andreas Rohr sowie Christine und Heinz haben uns ebenfalls großzügig unterstützt, sodass wir dadurch wieder in der Lage sind, unsere Arbeit fortzusetzen. DANKE an alle!!!

P1010682_resizeUnsere schweizer Donatoren konnten sich davon überzeugen, was sich im vergangenen Jahr alles weiter zum Positiven verändert hat: es gibt eine saubere Kantine, die für wenig Geld gesundes Essen bereit hält, der Apothekengarten ist fertig, die Bibliothek nahezu, und den Sanitätsraum kann man an Hygiene wohl kaum übertreffen. Die “kleinen Doktoren” haben uns vorbildlich demonstriert, wie man eine Wunde versorgt. Ich hoffe, dass das kleine “Fräulein Oberärztin”, das die Mannschaft dirigiert hat, später wirklich einmal Medizin studieren kann, darf und wird.

P1010703_resizeZitat Christine: “Die Schule erscheint mir wie eine kleine Oase für die Kinder!” Und ich bin zuversichtlich, dass “unsere” Schulkinder aus dieser Oase viel für ihr späteres Leben mitnehmen werden.

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SD4 – bald nationales Vorbild?

In den vergangenen Monaten konnten wir dank der Hilfe aller, die uns unterstützen, die Schule weiter in vielerlei Hinsicht verbessern: das Krankenzimmer ist fertiggestellt und in absolut vorbildlichem Zustand. Damit verbunden ist der ständige Unterricht der Kinder in Hygiene sowie der Anwendung traditioneller pflanzlicher Medizin. Die Heilpflanzen sind alle im schuleigenen Apothekengarten angepflanzt. Viele Menschen in dieser Region können sich einen Arztbesuch nicht leisten, daher ist ein solides Basiswissen in “Erster Hilfe” viel wert!
P1010509_resizeNachdem die SD4 bereits Nummer 1 im baliweiten Wettbewerb um die gesündeste Schule wurde, geht es in diesem Jahr um die nationalen Meisterschaften. In verschiedenen öffentlichen und pädagogischen Magazinen wurde bereits über unser Pilotprojekt berichtet, und nun kommen häufig Lehrer anderer Schulen zu Besuch, um sich Anregungen und Hilfestellungen zu holen, die ihnen vom Direktor und der Lehrerschaft der SD4 sehr gerne angeboten werden.
P1010503_resizeUnd die kleinen Schüler tun das ihre: Wann immer ich unangemeldet erscheine, ist immer eine Putztruppe unterwegs, um Schulgebäude, Schulgelände und den Bezirk um die Schule herum sauber zu machen. Man merkt ihnen an, wie stolz sie auf ihre Schule sind.
Umwelterziehung – die auf Bali bisher praktisch nicht existiert – ist neben Gesundheitserziehung unser weiterer Schwerpunkt. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

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SD4 auf dem Weg zum Erfolg – dank eurer Hilfe!

Lange haben wir nichts von uns hören lassen, aber dafür gibt es jetzt hervorragende News: Die SD4 hat den ersten Preis als gesündeste Schule auf ganz Bali gewonnen und wurde Nr. 2 mit der hervorragenden Schulkantine. Alles das verdanken wir unseren vielen  engagierten Spendern – ganz, ganz herzlichen Dank hierfür!

TrophyHier der Text eines Zeitungsartikels einer der größten nationalen Zeitungen vom 5.Januar 2013 und Original für alle, die des Indonesischen mächtig sind:

zeitungsartikelSDN 4 Pemuteran, eine Grundschule in einer weit abgelegenen Gegend, erhält Auszeichnungen.

Foto: Schuldirektor Gede Maharta Jaya zusammen mit Dr. Ines Ehmer, flankiert von zwei Junglehrerinnen mit den errungenen Trophäen.

Obwohl in einer abgelegenen, schwer zugänglichen Gegend gelegen, war die Elementarschule SDN4 jetzt in der Lage, zwei provinzielle Titel gleichzeitig zu erlangen. Der erste Preis für die gesündeste Schule in ganz Bali ging an die SD 4, und der zweite Preis baliweit für die ausgezeichnete Schulkantine.

„Lange Zeit sahen wir uns als eine der rückständigsten Schulen. Man könnte sagen, wir machten eine Vertrauenskrise durch“ sagte Gede Maharta Jaya, der Schuldirektor. Die SD4 , die bereits 1982 gegründet wurde, war immer eine kleine Schule. Durch die Qualitätsverbesserung besuchen mittlerweile aber  196 Schüler die SD4.  Ohne Zweifel ist dies ein Erfolg, der der guten Zusammenarbeit von Seiten der Schule und der Eltern, als auch von dritter Seite zu verdanken ist . Maharta Jaya betonte, dass eine freiwillige Helferin aus Deutschland, nämlich Ines, maßgeblich an der Verbesserung der schulischen Qualität beteiligt ist.

„Ich lebe hier und empfinde eine moralische Verpflichtung zu helfen, insbesondere hinsichtlich einer guten Schulbildung“, sagte Ines, die gestern ebenfalls beim Gespräch mit Nusa Bali anwesend war. Ihr zufolge haben die äußeren Bedingungen der Grundschule SD4 sich dramatisch verbessert. Nach der Erbauung von Toiletten und der Renovierung der Gebäude wurde die Schule zu einer „grünen Insel“ gestaltet, die sogar mit einer „lebenden Apotheke“ ausgestattet ist. Insgesamt ist es der Wunsch aller Beteiligten, die SD4 in Pemuteran zu einem Pilotprojekt zu machen, sagte sie.

Auf die Frage nach der Herkunft der Mittel war die Antwort, dass die ganz überwiegende Mehrheit von externen Spendern aus Europa (deutschsprachige Länder) stammt, die sich um die Erziehung in Bali kümmern, vor allem im Grundschulbereich. Interessant sei, so sagte Ines auch, dass praktisch keine Hilfe aus Bali selbst komme.

„Wir verstehen nicht, warum die reichen Balinesen nicht sozial handeln“, sagte die Frau von Dieter Merz, des Inhabers eines örtlichen Tauchzentrums.

„Eine gute Ausbildung ist insbesondere für Grundschüler wichtig. Bei den jungen Schülern bestehen noch grosse Chancen, sie auf einen guten Weg zu bringen und die Grundlagen für das spätere Leben zu legen“ fügte Ines hinzu, die seit 2004 in Pemuteran lebt.

Weitere Entwicklungen im Rahmen der Schule sind für 2013 geplant: Es wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass es durch weitere Zuschüsse gelingt,  die Renovierung der Schulbibliothek durchzuführen, um das Interesse der Schüler am Lesen zu fördern. Lehren und Lernen sollen dadurch weiter verbessert werden.

Durch diese Weiterentwicklung hofft die SD4, später auch an nationalen Wettbewerben teilnehmen zu können. Im Monat Mai 2013 soll zum ersten Mal ein Student aus Deutschland an der SD4 praktizieren im Rahmen geförderter Umweltprojekte. „Wir hoffen, dass dies ist ein früher Meilenstein einer interkulturellen Zusammenarbeit sein kann“, sagte sie.

Bali hatte es in der Vergangenheit schwer, auf nationaler Ebene an Wettbewerben teilzunehmen, insbesondere  Schulen aus benachteiligten Gegenden. Maharta Jaya bestätigte, dass die Finanzierung die Grundvoraussetzung dafür sei. Er möchte seine Schule aber vor allem nach dem balinesischen Grundmuster von Tri Hita Karama als „grüne Schule“ führen und diese Werte den Schülern vermitteln. Die Motivation und die Fähigkeit zur Selbstmotivation der Schüler seien der Schlüssel zum Erfolg.

Tri Hita Karana: das balinesische Grundkonzept, das von einer Balance zwischen Gott und den Menschen, den Menschen untereinander und zwischen den Menschen und der Natur ausgeht.

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Einen gesunden Appetit …

… dürfen die Schulkinder der SD4 jetzt im wahrsten Sinne des Wortes haben: Ende September wurde die neue Kantine eröffnet, die ihresgleichen wohl lange suchen muss (zumindest auf Bali).  Sie entspricht den von der Hygienebehörde vorgegebenen Vorschriften in jeder Weise und wurde auch von den Regierungsbeamten vor der Eröffnung überprüft.

Jeden Tag gibt es verschiedene Menüs ohne jedwede Zusatzstoffe und zuckerfreie Getränke zu einem Preis von umgerechnet ca. 20 Cent pro Schüler. Wie an der Kantine außen angeschrieben, wird großer Wert auf adäquate Abfallbeseitigung gelegt (nach dem Wegwerfen müssen die Schüler den Müll trennen) und das allgemeine Motto lautet “Gesundes Essen macht den Körper stark”. Und nach dem Essen – Händewaschen  nicht vergessen. :)

P.S. Die Qualität der Fotos ist teilweise nicht sooo gut, weil die Lehrer keine Erfahrung haben im Umgang mit einem Fotoapparat, der sich außerhalb eines Handys befindet.

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Schwein gehabt!

Heute mal eine aktuelle Begebenheit, die sowohl mit der Schule, als auch mit dem täglichen Dorfleben zu tun hat.

Eine deutsche Familie, die ein Kind der SD4 finanziell unterstützt, hatte die absolut geniale Idee, der alleinerziehenden Mutter „ihres“ Schulkindes eine kleine Existenz aufzubauen. Diese arme Frau bringt sich und die Kleine durch Steine klopfen mühsam über die Runden. Durch den Kauf eines Schweines, das sie bei ihrer Hütte versorgen kann, verschafft man ihr über den Verkauf der Ferkel eine gute und nachhaltige Einkommensquelle.
Ich hatte einem freundlichen Nachbarn hiervon erzählt, und er wollte sich dann mal nach einem ausgewachsenen Schwein umschauen.

Heute Morgen um 7 Uhr stand das Schwein vor meiner Tür. Ausgewachsen und mit dem Nachbarn. Nach einigem Herumtelefonieren und – organisieren konnten wir das Schwein umgehend zur stolzen, bis anhin nichtsahnenden neuen Besitzerin transportieren. Die geplante Überraschung war daher wirklich sehr überraschend.

Die Tochter der hilfreichen deutschen Familie will von ihrem ersparten Geld für ihre gleichaltrige Schulfreundin der SD4 und die Mutter noch zusätzlich einige Hühner spendieren, damit die kleine Farm komplett wird. Hut ab, Paula, das finde ich toll! Ich warte mit der Kaufankündigung allerdings noch, weil ich morgen nur ungern durch Hühnerscharren am Bett aufgeweckt werden möchte. :)

Gleichzeitig mit der „Schweinerei“ erschien der Schreiner mit dem vor einem halben Jahr in Auftrag gegebenen Schuhschrank. Er möchte den jetzt gerne bei uns montieren. Nach Rückkehr von den Transportaktivitäten fand ich zuhause dann noch den Dachdecker vor sowie einen weiteren Handwerker, die sich ebenfalls spontan dazu entschlossen hatten, genau jetzt ihre Arbeit aufzunehmen. Mein Pech, dass ich für heute einige feste Termine eingeplant hatte …
Generell sind solche Überaktivitäten ungewöhnlich und derzeit nur dadurch zu erklären, dass demnächst der höchste balinesische Feiertag ist und man nach Möglichkeit schnell noch etwas Geld bräuchte.

Ansonsten sprechen die Balinesen gerne mit uns Langnasen über Termine, aber nur, damit die Luft scheppert und die Höflichkeit gewahrt bleibt. Keiner denkt im Entferntesten daran, sie einzuhalten. Die Termine oder Lieferungen oder Arbeiten erfolgen entweder quasi rückwirkend – wenn Geld benötigt wird, siehe oben – oder aber in der Regel nach dem zeitlichen Zufallsprinzip, vielleicht auch nach karmischen Eingebungen. Eine ziemlich disziplinierte und organisierte Mitteleuropäerin wie ich reagiert nach 8 ½ Jahren Leben in Bali darauf mit dem Absingen des OMMMMMMMMMMM Mantras. Idealerweise.

Herzliche Grüße aus dem kleinen Dorf im Nordwesten von Bali!

Ines

P.S. Gerade wurde mir mitgeteilt, dass man die Zusammenführung des neuen Schweins mit dem Eber alleine organisieren werde. Dann hab ich ja wieder Platz für andere Termine. :)

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