Lange haben wir nichts von uns hören lassen, aber dafür gibt es jetzt hervorragende News: Die SD4 hat den ersten Preis als gesündeste Schule auf ganz Bali gewonnen und wurde Nr. 2 mit der hervorragenden Schulkantine. Alles das verdanken wir unseren vielen engagierten Spendern – ganz, ganz herzlichen Dank hierfür!
Hier der Text eines Zeitungsartikels einer der größten nationalen Zeitungen vom 5.Januar 2013 und Original für alle, die des Indonesischen mächtig sind:
SDN 4 Pemuteran, eine Grundschule in einer weit abgelegenen Gegend, erhält Auszeichnungen.
Foto: Schuldirektor Gede Maharta Jaya zusammen mit Dr. Ines Ehmer, flankiert von zwei Junglehrerinnen mit den errungenen Trophäen.
Obwohl in einer abgelegenen, schwer zugänglichen Gegend gelegen, war die Elementarschule SDN4 jetzt in der Lage, zwei provinzielle Titel gleichzeitig zu erlangen. Der erste Preis für die gesündeste Schule in ganz Bali ging an die SD 4, und der zweite Preis baliweit für die ausgezeichnete Schulkantine.
„Lange Zeit sahen wir uns als eine der rückständigsten Schulen. Man könnte sagen, wir machten eine Vertrauenskrise durch“ sagte Gede Maharta Jaya, der Schuldirektor. Die SD4 , die bereits 1982 gegründet wurde, war immer eine kleine Schule. Durch die Qualitätsverbesserung besuchen mittlerweile aber 196 Schüler die SD4. Ohne Zweifel ist dies ein Erfolg, der der guten Zusammenarbeit von Seiten der Schule und der Eltern, als auch von dritter Seite zu verdanken ist . Maharta Jaya betonte, dass eine freiwillige Helferin aus Deutschland, nämlich Ines, maßgeblich an der Verbesserung der schulischen Qualität beteiligt ist.
„Ich lebe hier und empfinde eine moralische Verpflichtung zu helfen, insbesondere hinsichtlich einer guten Schulbildung“, sagte Ines, die gestern ebenfalls beim Gespräch mit Nusa Bali anwesend war. Ihr zufolge haben die äußeren Bedingungen der Grundschule SD4 sich dramatisch verbessert. Nach der Erbauung von Toiletten und der Renovierung der Gebäude wurde die Schule zu einer „grünen Insel“ gestaltet, die sogar mit einer „lebenden Apotheke“ ausgestattet ist. Insgesamt ist es der Wunsch aller Beteiligten, die SD4 in Pemuteran zu einem Pilotprojekt zu machen, sagte sie.
Auf die Frage nach der Herkunft der Mittel war die Antwort, dass die ganz überwiegende Mehrheit von externen Spendern aus Europa (deutschsprachige Länder) stammt, die sich um die Erziehung in Bali kümmern, vor allem im Grundschulbereich. Interessant sei, so sagte Ines auch, dass praktisch keine Hilfe aus Bali selbst komme.
„Wir verstehen nicht, warum die reichen Balinesen nicht sozial handeln“, sagte die Frau von Dieter Merz, des Inhabers eines örtlichen Tauchzentrums.
„Eine gute Ausbildung ist insbesondere für Grundschüler wichtig. Bei den jungen Schülern bestehen noch grosse Chancen, sie auf einen guten Weg zu bringen und die Grundlagen für das spätere Leben zu legen“ fügte Ines hinzu, die seit 2004 in Pemuteran lebt.
Weitere Entwicklungen im Rahmen der Schule sind für 2013 geplant: Es wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass es durch weitere Zuschüsse gelingt, die Renovierung der Schulbibliothek durchzuführen, um das Interesse der Schüler am Lesen zu fördern. Lehren und Lernen sollen dadurch weiter verbessert werden.
Durch diese Weiterentwicklung hofft die SD4, später auch an nationalen Wettbewerben teilnehmen zu können. Im Monat Mai 2013 soll zum ersten Mal ein Student aus Deutschland an der SD4 praktizieren im Rahmen geförderter Umweltprojekte. „Wir hoffen, dass dies ist ein früher Meilenstein einer interkulturellen Zusammenarbeit sein kann“, sagte sie.
Bali hatte es in der Vergangenheit schwer, auf nationaler Ebene an Wettbewerben teilzunehmen, insbesondere Schulen aus benachteiligten Gegenden. Maharta Jaya bestätigte, dass die Finanzierung die Grundvoraussetzung dafür sei. Er möchte seine Schule aber vor allem nach dem balinesischen Grundmuster von Tri Hita Karama als „grüne Schule“ führen und diese Werte den Schülern vermitteln. Die Motivation und die Fähigkeit zur Selbstmotivation der Schüler seien der Schlüssel zum Erfolg.
Tri Hita Karana: das balinesische Grundkonzept, das von einer Balance zwischen Gott und den Menschen, den Menschen untereinander und zwischen den Menschen und der Natur ausgeht.