Ich hatte mich ja innerlich schon auf etwas schlichtere Verhältnisse eingestellt, aber was ich da gesehen habe, ist vermutlich bei uns gerade mal so in der unmittelbaren Nachkriegszeit zu sehen gewesen: Das ganze Areal zwar einigermaßen sauber, aber undichte Dächer, durch die es in der Regenzeit aber nur so reinplatscht, kaputte Fensterscheiben bzw. gar keine, abgebröckelter Putz an Wänden und Böden, Tische und Bänke, die nur noch zum Verheizen gut sind, keinerlei Dekoration, die Toiletten können nicht als solche bezeichnet werden.

Die Eltern müssen die Schuluniformen, Schreibhefte und Stifte sowie im Moment auch noch die Schulbücher zahlen (5 Kinder teilen sich je eines. Letzter Punkt soll besser werden, da die Subventionen, die bisher dem Benzinpreis zugute kamen, angeblich jetzt auch in die Schulen fließen sollen, haha, wer’s glaubt.). Die 153 Kinder sind goldig und schwer auf Zack, die Lehrer sehr ordentlich und angenehm im Umgang. Nachdem sie mir erzählt haben, dass sie jetzt ins Bürgermeisteramt laufen müssen, um einen Brief zu schreiben - die alte Schreibmaschine hat ihren Dienst aufgegeben -, habe ich postwendend in Denpasar eine für sie erworben. [weiter]


Bildergalerie




Druckbare Version