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Liebe Pemuteran-Freunde,
in diesem Sommer ist jede Menge passiert, und zwar durchwegs nur Positives!
Von Seiten des Schulprojektes gab es gleich zwei Ereignisse, die mich persönlich wirklich tief bewegt haben: Zwei ganz unterschiedliche Schulabschlussfeiern, einmal diejenige „unserer“ Grundschule in Pemuteran, zum anderen die der Grund- und Hauptschule im oberbayerischen Ruhpolding.
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Der Reihe nach: Ende Juni fand die Schulabschlussfeier vor den 4-wöchigen großen Ferien in Pemuteran statt, zu der ich auch eingeladen war. Wie ihr den Fotos entnehmen könnt, war alles festlich geschmückt; wir hatten es sogar noch geschafft, Wandfarbe für die so genannte "Aula" rechtzeitig zu beschaffen.
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Nach dem allmorgendlichen, fast militärisch disziplinierten Appell auf dem Schulhof gab es zur Feier des Tages ...
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... für jedes Kind eine von uns gespendete "Brotzeit", allerdings natürlich mit Reis und Gemüse und sogar Fleisch. Auch diese Mahlzeit wurde diszipliniert, aber sehr begeistert, eingenommen.
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Nach der Vollversammlung in der "Aula" war Punkt 1 der Tagesordnung die im Stehen – mit Hand auf dem Herzen! – von allen geschmetterte indonesische Nationalhymne, bevor nach dem gemeinsamen Schullied der Rektor sowie der stellvertretende Bürgermeister ihre Reden hielten, in denen sie uns – also allen Sponsoren der Schule – vielmals wiederholt ihren großen Dank aussprachen, was ich hiermit nur zu gerne weitergebe: DANKE euch allen!
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Weitere "kleine" Redner, die das aber sehr gut machten, waren je ein Mädchen und ein Junge aus der 6. Klasse, der letzten der Grundschule.
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Nach den üblichen Ermahnungen an die Schüler, warum Lernen so wichtig ist, folgte dann die Verkündung, wer das Klassenziel erreicht bzw. nicht erreicht hatte, und welche jeweils drei Schüler aus jeder Klasse die Besten des Schuljahres waren. Diese erhielten auf der Bühne ein kleines Büchlein als Belobigung überreicht.
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Was mir auffiel, war, dass immer ALLE Kinder sich für diejenigen sicht- und hörbar mitfreuten, die es geschafft hatten und genauso mit denen mitlitten, die das Schuljahr wiederholen müssen. Ein schöner Gemeinschaftsgeist!
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Der war auch zu merken, als diejenigen Schulkinder auftraten, die der Kindertanzgruppe angehören: Zunächst die größeren Mädchen, dann die kleinen, schließlich mit großem Ernst die Jungen und – weil „wir“ ja eine moderne Schule sind, eine kleine Pop-Tanzgruppe.
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Nachdem die Erwachsenen sich danach vom offiziellen Teil zu einer gemeinsam eingenommenen Mahlzeit zurückzogen, durften die Kinder noch eine Stunde lang der "Party-Tanzgruppe" zuschauen, bevor es in die mit Hallo begrüßten Ferien ging.
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Dass Kinder überall auf der Welt gleich sind, wurde mir bei Schulfeier Nummer zwei am anderen Ende der Welt, in Ruhpolding, wieder einmal klar: Auch wenn sich diese wunderschöne Schule rein optisch ganz anders darstellt, war die Disziplin in Klasse 4, die ich besuchte, genauso vorbildlich wie in Pemuteran, und das Interesse der Kinder und ihre Begeisterungsfähigkeit genauso groß wie dort.
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Klasse 4 hatte über fast ein halbes Jahr hinweg zweimal pro Woche in der Schulpause gesunde „Brotzeit“ an die anderen Schüler verkauft und den gesamten Erlös der Elementarschule in Pemuteran gespendet. Dabei kamen 800 Euro zusammen!!!
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Der Ehemann der Klassenlehrerin Verena Haubold, der die dortige Apotheke besitzt, erhöhte die Summe auf 1300 Euro. Super! Da ist eigentlich keine Steigerung mehr möglich. Dachte ich zumindest ...
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Nur gut, dass ich danach gleich vor allen Lehrern und Schülern der Ruhpoldinger Grund- und Hauptschule über Bali erzählen durfte, denn was dann folgte, machte mich sprachlos: Von zwei Schülern der Klasse 4 wurde mir ein Scheck über 6100 Euro überreicht!!!!
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Alle zusammen hatten nämlich beschlossen, den diesjährigen Projekt-Tag, bei dem alle Schüler einen Tag lang arbeiten gehen, der Schule in Pemuteran zu widmen und dafür alles zu spenden, was sie verdient hatten.
Selbstverständlich werde ich in einem Jahr wieder in Ruhpolding sein um zu zeigen, was alles mit dieser enormen Spende bis dahin erreicht werden konnte. Das wird natürlich auch an dieser Stelle zu lesen sein.
Ein paar Bilder zeigen euch, was noch am Gebäude dringend zu reparieren ist, bevor wir an die Beschaffung von Lehrmaterial gehen.
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Eine kleine Anekdote möchte ich euch nicht vorenthalten, ich fand sie zu goldig: Im Rahmen meines Vortrags über Bali habe ich auch ein wenig die Hindu-Religion mit ihren vielen Göttern und Geistern gestreift, worauf sich ein winziges Mädelchen aus der ersten Klasse dringend zu Wort meldete und auf oberbayerisch wissen wollte, wie viele Geister es denn auf Bali gäbe. Auf meine Antwort hin, dass es schon einige seien, klärte sie mich dann über die Verhältnisse in Ruhpolding auf: "Woasst, mia ham hier nämlich nua OAN (= einen) Geist, des is der HEILIGE Geist!"
Auf jeden Fall zeichnet sich die Ruhpoldinger Schule durch einen enormen Geist der Hilfsbereitschaft aus, der Unkenrufe über eine Null-Bock-Generation Lügen straft und, wie ich finde, richtig Mut macht!
In den nächsten News werde ich sicher bereits über Fortschritte am Schulprojekt berichten können, und dann gibt's auch wieder Neues vom Handicraft-Projekt.
Terima kasih banyak, vielen herzlichen Dank, aus Pemuteran! Ines
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