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Liebe Freunde und Gönner des Schulprojekts Pemuteran,
es gibt angenehme Sommer-News aus dem Nordwesten Balis! Zum einen die Tatsache, dass wir hier von allen Naturkatastrophen im indonesischen Raum glücklicherweise vollkommen verschont geblieben sind.
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Dies liegt wohl an der generell geschützten Lage von Bali im indonesischen Archipel, wie Christian neulich anhand von See- und Unterseekarten sowie den Statistiken von Seebeben der letzten Jahrzehnte recherchiert hat, als auch an der speziellen Lage von Pemuteran im äußersten Nordwesten der Insel, was weiteren Schutz durch vorgelagerte Inseln bedeutet. Manchmal habe ich überhaupt das Gefühl, dass wir hier noch ein wenig *abseits* liegen, auch von den Einflüssen aus dem Süden Balis, wo man sich schon nach Mallorca versetzt fühlen kann. Ich hoffe sehr, dass unsere dörfliche Idylle sich noch möglichst lange hält!
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Was sich dagegen ändern soll und muss, ist, dass die Schulbildung hier in der *Pampas* so weit aus dem Blickwinkel des Schulministeriums geraten ist, dass die hiesigen Kinder gegenüber den großen Städten deutlich benachteiligt sind. Aber daran arbeiten wir ja, und zwar sehr erfolgreich: Gerade wurde das neue Schulgebäude zu etwa 70 % fertig gestellt und ich habe den Zwischenbericht mit Fotodokumentation und allen Abrechnungen ans Auswärtige Amt nach Jakarta geschickt. Dort wurde er geprüft und nun warten wir auf die Restsumme des Unterstützungsgeldes. An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank an alle, die sich dort für uns eingesetzt haben!!!
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Dann geht es in die Endphase des Baues, wofür ich etwa noch vier Wochen rechne. Ganz erstaunt haben alle Komiteemitglieder - mich eingeschlossen - neulich übrigens bemerkt, dass wir völlig vergessen hatten, Fenster und Lampen in die Kalkulation mit einzubeziehen! Das wird jetzt natürlich nachgeholt. Während der Bauphase findet der Unterricht in dem ebenfalls desolaten Nachbargebäude statt, wobei über den Tag verteilt in Schichten Unterricht erteilt wird. Alle freuen sich schon riesig auf die neuen Klassenzimmer!
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Wenn interessierte Lehrer hier zu Besuch sind, schauen wir immer die Schule an. Dabei kam bei Wiebke der Gedanke auf, dass man ausrangierte Schulmaterialien aus Deutschland hier noch gut einsetzen könnte. Vom Auswärtigen Amt wurde mir auf meine Nachfrage hin aber erklärt, dass der Aufwand, um alles hierher zu transportieren, noch dazu mit allem anfallenden Bürokratismus, viel zu hoch sei und die Beschaffung vor Ort deutlich günstiger. Ich habe mich jetzt mit einem anderen Sachverständigen vom Auswärtigen Amt in Verbindung gesetzt, der hierfür zu ständig ist und werde berichten, was er uns rät.
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Eine wunderbare Idee kam von meiner Schulfreundin Verena: Es gibt in Deutschland den so genannten „Wow-Tag“, an dem deutsche Schüler einen ganzen Tag lang Arbeiten verrichten und den Lohn hierfür an bedürftige Schulen weiterleiten. Natürlich wären wir hoch beglückt, wenn ihr dabei an uns denken würdet! Wir sind nun auch dabei, einen Brief- bzw. Emailaustausch zwischen den Schülern der Elementarschule in Pemuteran und Grundschulklassen in Deutschland ins Leben zu rufen (die Übersetzungsarbeiten mache ich zusammen mit meinen Assistentinnen vom Tauchcenter, Dini und Wiwik). Auch die Lehrer werden schreiben und hoffen auf Resonanz von deutschen Kollegen. Wir überlegen auch, ob individuelle Partnerschaften machbar sind, um Kindern, deren Eltern das Schulgeld nicht aufbringen könne, den Schulbesuch zu ermöglichen.
Ihr seht, an Plänen mangelt es uns nicht, und nach allem, was hier mit eurer Hilfe in einem Jahr bereits auf die Beine gestellt wurde, bin ich zuversichtlich, dass wir hier vielleicht sogar ein Modellprojekt errichten können. Das Ganze ist ja ein Langzeitunternehmen, wobei es mein Ziel ist, dass die Kleinen, die wir jetzt anfangen zu unterstützen, nach dem Schulbesuch eine solche Edukation erhalten haben, dass sie Arbeitplätze finde können. Zukunftsmusik, klar, aber ohne Perspektiven geht’s im Leben nicht, oder?
Wer sich unsere Schule und Pemuteran vor Ort anschauen will, ist jederzeit herzlich willkommen! Individuelle Infos gebe ich gerne auf Nachfrage.
Herzliche Grüsse aus Pemuteran! Ines
P.S. Spezieller Dank nochmals an Claude und Christiane für die weitere Zuwendung und an Christian, unseren glücklicherweise wiedergenesenen Webmaster!
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