September 2008
Juni 2008 - Projektentwicklung
Januar 2008 - Ein Neues Jahr
Weinachtsbericht 2006
November 2006
August 2006 - Schülerbrief
August 2006 - Lehrerbrief
August 2006 - Sommer News
Juni 2006
24.01.06 - Nächster Bauabschnitt
22.12.05 - Weihnachtsgrüße ...
18.12.05 - Weihnachten
16.12.05 - Dankesbrief ...
13.12.05 - Spendenaktion ...
04.12.05 - Benefizkonzert
03.12.05 - Zwischenbericht ...
24.11.05 - Ankündigung
10.11.05 - Ortsbesichtigung
Oktober 2005
September 2005
August 2005

Liebe Pemuteran-Freunde,

es ist einfach unglaublich, wie schnell so ein Jahr vergeht, und ich habe mit Schrecken festgestellt, dass ich im letzten Jahr gar nichts berichtet habe. Das mag daran liegen, dass die Uhren auf Bali tatsächlich anders gehen: So genau weiß keiner, welcher Wochentag gerade ist und man orientiert sich hauptsächlich an allfälligen Zeremonien (z.B. "zwei Tage vor der Vollmondzeremonie"). Die Zeit ist ein langer, mehr oder weniger ruhiger Fluss.
Zumindest auf unsere Projekte trifft das nun nach der eher aufregenden Anfangsphase zu. Im vergangenen Jahr haben wir an der Grundschule einige Ausbesserungsarbeiten durchgeführt, insbesondere am Sanitärtrakt. Im tropischen Klima ist es nun einmal so, dass die Bauten viel schneller verwittern und man am besten immer am Ball bleibt und kleinere Schäden sofort ausbessert.

Der Englischunterricht für die Lehrer hatte Startschwierigkeiten, da zuerst der avisierte Lehrer nicht der richtige war, dann fiel die Auswahl der Teilnehmer offenbar schwer. Für mich war es ein Lernprozess, da einem nicht wie bei uns einfach mitgeteilt wird, wo welche Schwierigkeiten liegen, sondern man das durch akribisches Nachhaken selbst herausfinden muss. Auf die Frage, wie es geht, antworten nämlich immer alle grundsätzlich mit "gut, kein Problem!".
Schlussendlich konnten wir einen sehr guten balinesischen Englischlehrer aus dem Nachbardorf gewinnen, der nun zweimal pro Woche "Unterricht für Unterrichter" abhält, also gleich berücksichtigt, wie die Lehrer das soeben Erlernte an die Schüler weiter transferieren können. Wie generell ALLES auf Bali, braucht auch das seine Zeit.
Für das nächste Jahr ist eventuell der Kauf eines PC geplant, wobei Basisenglisch die Voraussetzung ist, sonst macht das keinen Sinn.

Weiterhin haben wir einzelne Schüler unterstützt, die an den hier stattfindenden Schulwettbewerben teilgenommen haben: einmal im Jahr schicken alle Grundschulen des Schulbezirks die besten Schüler in verschiedenen Kategorien (z.B. Naturwissenschaften, Sport, Lesen) zu einem Wettbewerb. Gewonnen haben "wir" zwar nicht, die kleinen Teilnehmer waren aber enorm stolz, von einer Schule mit internationaler Unterstützung abgesandt zu werden und haben sich alle sehr angestrengt.

Angedacht ist nun das Sponsoring bestimmter Schüler aus armen Familien, für die die Schulgebühr schwer zu erbringen ist. Einige unserer Tauchgäste haben bereits Interesse bekundet, ein Kind zu unterstützen, was für die Grundschule etwa 50 Euro pro Jahr beträgt. Dazu muss und werde ich mich aber mit dem Schulleiter UND dem Bürgermeister zusammen setzen und besprechen, wie man das am besten managt. Ich denke beispielsweise schon daran, dass dann am Ende des Schuljahrs das Zeugnis vorgelegt werden und danach entschieden werden muss, ob das Sponsoring weitergeführt wird.
Sollte sich dies als gut und erfolgreich erweisen, kann man später daran denken, diese Kinder auch in der weiterführenden Schule zu unterstützen.

Herzlich danken möchte ich allen, die mit Besuchen vor Ort sich ihr eigenes Bild gemacht und gespendet haben. Immer erinnern werden sich die Kinder ganz sicher an die zwei Schweizer Familien, die mit ihren Kindern da waren. Zur Auflockerung des Kennenlernens hatte die Lehrerin vorgeschlagen, dass erstmal die Schweizer ein Lied vorsingen, worauf die balinesischen Kinder gebannt dem Lied vom Hirtenbuben auf der Schweizer Alm lauschten. Das jüngste der Schweizer Kinder war von dem Besuch so beeindruckt, dass es danach auf einen Juniortauchgang verzichtet und das Geld der Schule gespendet hat.
Auch die Übergabe eines Fußballs von einem deutschen Jungen an die gleichaltrigen Schüler der SD3 war ein Highlight. Wie ihr seht, sind die Kinder hier wirklich noch so leicht zu begeistern und offen für Neues, was für die weitere Entwicklung ein großer Vorteil ist.

Ebenfalls ein großes, dickes Dankeschön an unsere "Luxemburger Dependance", die nach wie vor mit unglaublichem Engagement und Ideenreichtum Geld für das Schulprojekt sammelt!

Etwas verspätet zwar, aber dennoch von Herzen allen Freunden "unseres" Projektes ein gutes Jahr 2008!

Ines






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