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August 2005

(Teil-) Ziel erreicht: Einweihung der Elementarschule in Pemuteran



Liebe Freunde,

zum Jahresausklang eine gute Nachricht aus dem Nordwesten von Bali: Das neue Schulgebäude, das mit eurer Hilfe renoviert werden konnte, ist fertig und wurde eingeweiht. Und das gleich dreimal! Am 23. November kam Frau Marianne Weinbach vom Auswärtigen Amt in Jakarta zu uns nach Pemuteran, um zu überprüfen, wohin die Unterstützungsgelder geflossen sind. Sie war sehr angetan von der Qualität des Baus und auch von der herzlichen Begrüßung durch die Kinder, aus deren Kreis ein paar kleine Mädchen sogar einen balinesischen Willkommenstanz aufführten. Ich denke, sie konnte sich überzeugen, dass das Geld hier sehr gut angelegt ist!

Die zweite Einweihung fand am Tag des Vollmonds, dem 5. November, in Form einer hinduistischen Zeremonie statt, an der ich auch teilgenommen habe. Alle Anwesenden waren in balinesischer Tracht, der Priester war speziell für diese Art der Einweihung ausgebildet, wie ich mir habe erzählen lassen. Nun kann das neue Gebäude auch benutzt werden, was ja vor der religiösen Zeremonie nicht gestattet ist.

Am nächsten Tag erfolgte Einweihungsfeier Nr. 3, bei der von offizieller Seite der – bei uns würde man sagen – Oberschulrat aus Singaraja teilnahm, außerdem der Lehrervorsitzende der ganzen Gemeinde, selbstverständlich der Schulleiter, die Elternvertreter bzw. alle Eltern, die abkömmlich waren und alle Schüler. Die Feier lief – nach der für balinesische Verhältnisse üblichen Verspätung - dann mit einer unglaublichen Disziplin von Seiten der Schüler ab, die hier in ihren Lehrern wirklich noch Autoritätspersonen sehen und sie auch so behandeln.

Nach einem goldigen Tanz dreier Schülerinnen gab es eine Dankesrede vom Schulleiter, wobei ich den Dank an euch alle unbedingt weitergeben soll! Anschließend sprach der sehr beeindruckte Schulrat, der es sehr gerne sehen würde, wenn diese Schule zu einer Art *Pilotprojekt* für diese Region werden würde, eine Art Vorzeigeobjekt für andere, die helfen wollen. Auch er lässt vielmals danken. Ja, und dann habe ich meine Rede auf indonesisch gehalten – wie Düde meint, nach anfänglichem leichtem Stocken recht flüssig ;-) -, und die könnt ihr nachlesen. Ich hatte SEHR konzentrierte Zuhörer! An der Stelle, an der ich sagte, dass mein Enkel schon für einen Fußball für die Jungs hier sammelt, brandete spontaner und herzlicher Beifall auf, auch, als ich über meinen Versuch sprach, Beziehungen zwischen hiesigen Schülern und Lehrern und denen in Deutschland / Luxemburg / Schweiz / Österreich zu schaffen.

Ja, nun haben wir wirklich in unglaublich kurzer Zeit etwas ganz Tolles zustande gebracht, und alle, die mitgeholfen haben, dürfen stolz sein! Danke!!!! Wie ihr in meiner Rede lesen könnt, wird es weitergehen mit Englischunterricht für die Lehrer, den ich schon organisiert habe, wobei das Geld noch für die nächsten zehn Monate langt. Da das Ganze aber vielleicht wirklich zu einem Pilotprojekt werden kann – ich hoffe es! – wäre ich weiterhin für eure Unterstützung sehr dankbar! Es gibt ja nun neuen Schulraum für etwa 100 Schüler, aber die restlichen 50 müssen noch im alten, desolaten Gebäude bleiben. Ich werde also weiterhin versuchen, Sponsoren für einen weiteren Ausbau zu gewinnen.

Noch ein Hinweis für Weihnachtsfeiern: Isabell hat es im letzten Jahr schon vorgemacht, als sie für die Angehörigen ihrer Firma 30 Bücher kaufte und diese als Geschenk bei der Firmenweihnachtsfeier verteilte, zusammen mit Infos über das Schulprojekt. Na, wahr’ das keine Idee? Christian steht für eure Bestellungen jedenfalls gerne zur Verfügung!

Es gibt also noch viel zu tun, packen wir’s an! Was ich mir auch sehr wünsche, wäre wirklich der Kontakt zu Lehrern und Schülern von Grundschulklassen! Ich bin gerne bereit, die Übersetzungsarbeit hin und zurück zu leisten, weil ich überzeugt bin, dass solche direkten Kontakte sozusagen von Mensch zu Mensch am wirkungsvollsten sind. Ich kann mir auch Brieffreundschaften vorstellen, am besten in englischer Sprache, dann lernen beide Seite auch noch ein wenig. Ganz toll wäre es natürlich, wenn sich daraus dann auch mal ein Besuch hier bei uns in Pemuteran ergibt!

Nun wünsche ich euch allen und euren Familien eine wirklich besinnliche Vorweihnachtszeit, ohne den üblichen Stress – muss nämlich nicht sein, der ist meist selbst gemacht! – und Frohe Feiertage!
Eure Ines






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