Das Dorf Pemuteran

Pemuteran ist ein Dorf im Nordwesten Balis, also am anderen Ende des südlichen Insel, wo sich das touristische Leben abspielt (ca. 3 ½ Autostunden entfernt von der Hauptstadt Denpasar). 65% der Bevölkerung sind Hindus, 30% sind Moslems und 5% sind Christen. Alle leben harmonisch miteinander. Prägend ist aber der Hinduismus.

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In Pemuteran ist von touristischer Seite her noch Neuland, die Menschen sind weitgehend ursprünglich. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, weshalb es vielen Eltern schwer fällt, für die Schulgelder aufzukommen

Der kleine Ort mit seinen circa 7000 Einwohnern liegt als Strassendorf idyllisch zwischen dem Sandstrand und den etwa 1 km dahinter ansteigenden Bergen. Von Osten her kommend gelangt man vor dem Ortseingang an einem der Hauptheiligtümer Balis vorbei, dem Affentempel (Pura Pulaki). Weitere, etwas versteckt liegende Tempel befinden sich in und ums Dorf herum.

Fährt man von Pemuteran aus weiter gen Westen Richtung Java, zum etwa 30 km entfernt gelegenen Hafen – dort legen die Fähren von und nach Java ab – , durchquert man den grossen Dschungel-Nationalpark. Exotische Tiere und Pflanzen lassen sich dort auf geführten Wanderungen bestaunen.

Am breiten Sandstrand, der aus dunklem Vulkansand besteht, liegt das weltweit grösste künstliche Riff, das man bequem von oben (Schnorcheln) oder unten (Tauchen) bewundern kann mit seinen unzähligen Korallen und Fischen, die man teilweise sonst nur noch selten zu sehen bekommt. Dieses sowie die weiteren wunderschönen Naturriffe und der weltweit bekannte Unterwasser-Nationalpark vor der Insel Menjangan machen die Gegend zu einem Paradies für Taucher.

Für die einheimische Bevölkerung gibt es leider auch andere Aspekte. So ist beispielweise die Arbeitslosigkeit sehr hoch, da nach dem Terroranschlag 2002 der Tourismus zum Erliegen kam, was für die Kleinsthandwerksbetriebe das Ausbleiben aller Aufträge bedeutete.

Einzige Arbeitgeber sind daher derzeit die Hotels, wobei von den Angestellten eine möglichst gute Schulbildung erwartet wird, am besten mit guten Englischkenntnissen. Infolge der hohen Arbeitslosigkeit fällt es vielen Eltern aber schwer, für die Schulgelder aufzukommen. Dass sich hier ein Teufelskreis schliesst – ohne Arbeit ist eine adäquate Schulbildung der Kinder nicht zu finanzieren , und ohne gute Schulbildung findet man keine Arbeitsstelle – , kann jeder leicht nachvollziehen.

Deshalb setzt unsere Arbeit im Rahmen des Schulprojektes und des Handicraft-Projektes an.

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