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Hier zur Motivation unserer Anstrengungen ein Auszug aus einem Brief von Ines an Freunde und Bekannte:

Ich habe jetzt auch ein Projekt, MEIN Projekt! Aufgepasst und hergehört, da wäre ich nämlich mal wieder dankbar für eure Hilfe:
Da ich nicht DER Tauchprofi bin und (mein Mann) Düde sich in Hinsicht Meer und Meeresbewohner schon genügend engagiert, und da das Womens Health Project hier an den Ehemännern scheitert (könnte man bzw. die Ehefrau ja mal nachdenken, wieso sie jetzt diese oder jene Infektion bekommen hat, also verbietet Mann jegliche Untersuchung ...), war meine Überlegung die, dass ja jeder normale Elternteil und überhaupt jeder vernünftige Erwachsene daran interessiert sein sollte, dass die Kinder eine gute Schulausbildung bekommen. Also habe ich mit Nela, einer Serviererin vom Hotel Pondok Sari als Vermittlerin, die örtliche Grundschule besucht.



Ines in der Schule

Ich hatte mich ja innerlich schon auf etwas schlichtere Verhältnisse eingestellt, aber was ich da gesehen habe, ist vermutlich bei uns gerade mal so in der unmittelbaren Nachkriegszeit zu sehen gewesen: Das ganze Areal zwar einigermaßen sauber, aber undichte Dächer, durch die es in der Regenzeit aber nur so reinplatscht, kaputte Fensterscheiben bzw. gar keine, abgebröckelter Putz an Wänden und Böden, Tische und Bänke, die nur noch zum Verheizen gut sind, keinerlei Dekoration, die Toiletten können nicht als solche bezeichnet werden. [Bildergalerie]



Die Eltern müssen die Schuluniformen, Schreibhefte und Stifte sowie im Moment auch noch die Schulbücher zahlen (fünf Kinder teilen sich je eines. Letzter Punkt soll besser werden, da die Subventionen, die bisher dem Benzinpreis zugute kamen, angeblich jetzt auch in die Schulen fließen sollen, haha, wer’s glaubt.). Die 153 Kinder sind goldig und schwer auf Zack, die Lehrer sehr ordentlich und angenehm im Umgang. Nachdem sie mir erzählt haben, dass sie jetzt ins Bürgermeisteramt laufen müssen, um einen Brief zu schreiben - die alte Schreibmaschine hat ihren Dienst aufgegeben -, habe ich postwendend in Denpasar eine für sie erworben.



Jedenfalls bin ich der vollen Überzeugung, dass mein Projekt *Schule in Pemuteran* wirklich sinnvoll ist! Ich habe vor, einen guten Teil des Erlöses vom Buchverkauf hier hineinzustecken. Keine Angst, SEHR kontrolliert! Mit der *rechten Hand* vom Dorfhäuptling habe ich schon gesprochen, das direkte Gespräch mit ihm folgt demnächst. An ihm führt nun mal kein Weg vorbei. Ich werde von den Lehrern eine Liste mit den notwendigen Dingen erhalten, die dann nach Priorität und Machbarkeit sortiert werden. Danach werden, zum Beispiel für die Erneuerung des Daches, Kostenvoranschläge eingeholt und genau kontrolliert, wie gearbeitet wird. Entsprechend wird bei den Möbeln verfahren, ansonsten erhalten sie ebenfalls alles in Form von SACHEN, NIE Bargeld! Da sitz ich auf jeder Rupie!



Gute Regel - nicht nur in der Schule

Christiane und Claude, zwei Lehrer aus Luxemburg, die bei uns getaucht haben, waren mit mir vor Ort und sind schon auf meiner Seite. Sie werden das Projekt ebenfalls propagieren. Claude hat Fotos gemacht, die ich Anfang Oktober erhalte. Tina, die 18-jährige Tochter, meinte nach dieser Inspektion, sie würde sich nie mehr über irgendwas an ihrer Schule beschweren. An dieser Stelle nun die Frage an die Lehrer/innen oder solche, die Lehrer/innen kennen: Wer mag eventuell eine Mitpatenschaft für dieses Projekt übernehmen? Ihr erhaltet immer die genaue Dokumentation des Fortschrittes in welcher Form auch immer ihr wollt!



Das Interesse war groß die Arbeit wird es auch sein

Und natürlich werde ich eine Liste mit den Sponsoren öffentlich auslegen. Und die Frage an alle anderen: Gerne würde ich meinen Freunden – also euch allen – mein Buch schenken, das hatte ich selbstverständlich vor, aber nun wäre ich natürlich dankbar, wenn ich dafür eine kleine Spende für das Schulprojekt erhalten könnte. Ich werde das Buch hier bei Spenden von € 17,- oder mehr verschenken und natürlich auch dokumentieren, was mit dem Geld geschieht. Eine Spendenquittung kann ich leider nicht wirklich ausstellen, dazu bräuchte ich einen gemeinnützigen Verein in Deutschland oder – HEFTIGER WINK MIT MEHREREN ZAUNPFÄHLEN! – einen Schirmherrn wie zum Beispiel den Lionsclub. Oder so. ... P.S. Falls jemand eine Organisation in Deutschland kennt, an die ich mich zwecks Schulprojekt wenden kann, bitte mitteilen! Kleine Anregung für Firmen: Statt anonymer Spenden, wo man nie weiß, wo sie landen, beispielsweise zur Vorweihnachtszeit oder so ... denkt an mich, ja? Und vor Ort anschauen könnt ihr alles sowieso jederzeit, wenn ihr uns dann endlich besuchen kommt! [Seitenanfang]






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